Bodisch- Bohdašín


Geschichte

Die Gründung des Ortes erfolgte im Jahre 1256. Bodisch gehörte bis zum Jahre 1603 zur Politzer Herrschaft. Erst unter Abt Seiender wurde er 1603 der Braunauer Stiftsherrschaft zugeschlagen. Die älteste überlieferte Bezeichnung (1395) ist "Bodaschyn", das dann um 1620 als "Bodyss" genannt. Ein slawischer Bachname lebt im Ortnamen weiter. Kirchlich war Bodisch der Pfarrei Deutsch-Wernersdorf zugeordnet. Am 24. Juni 1922 vernichtete ein Großbrand, entstanden durch Funkenflug aus einer Dampflokomotive, einen Teil des Dorfes.
Als Folge der Vertreibung und des Terrors 1945 hat Bodisch 4 Todesopfer zu beklagen.

Lage

Jenseits der Wasserscheide zwischen Steine und Mettau und damit zwischen Ost- und Nordsee und beiderseits der Bezirksstrasse Braunau-Wekelsdorf liegt das Dorf Bodisch.
Die Fluren liegen in einer flachen Talmulde beiderseits der Bezirksstraße und des wasserarmen Dorfbaches. Die Gemeinde hat ein Ausmaß von 314 ha.
Mit Rücksicht auf die Höhenlage von durchschnittlich 510 m ließ die Fruchtbarkeit, bei nicht ganz ungünstigen Bodenverhältnissen, zu wünschen übrig. Nur teilweise ist der Boden steinig.
Bodisch hat etwa einen Kilometer von der Dorfmitte entfernt einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Braunau-Nachod-Chotzen,

Wirtschaft - Bevölkerung

Bis 1910 wurde in Bodisch eine Ziegelbrennerei betrieben. Bis 1920/1930 bestanden vier Steinbrüche, die Bau- und Schottersteine lieferten. Die Bevölkerung verdiente ihren Lebensunterhalt im wesentlichen mit der Landwirtschaft und teilweise mit der Flachsbrecherei.

Einwohnerzahlen nach den Ergebnissen der amtlichen Volkszählungen:

Jahr Deutsche Tschechen Andere Gesamt
1885 352 4   356
1900 278     278
1913 266     266
1920 262 4   266
1930 225 10 2 237
1939       184
1961       100

Bodisch ist heute ein Teil der Gemeinde Wekelsdorf.

Mehr über Bodisch können Sie in dem Dorfbuch "Deutsch-Wernersdorf, Birkigt, Bodisch und Hutberg" nachlesen.
Es ist beim Heimatkreis Braunau erhältlich.







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