Das Wappen von Braunau

Im 13. Jahrhundert hatten die Äbte von Brevnov mit Bewilligung des Königs begonnen, deutsche Siedler aus dem Reich anzuwerben, um das den Benediktinern überlassene Gebiet urbar zu machen. Das Braunauer Land war damals ganz von Wald bedeckt.

Lange Zeit schon waren die Angeworbenen mühselig durch die Lande gewandert, ehe sie vor ihrer neuen Heimat standen. Eines Abends langten sie ermüdet an jener Stelle an, wo jetzt auf den Höhen des Sterngebirges das Sternkirchlein steht. Vor hier aus konnten sie weit in das neue Land hineinsehen, und der Führer der Siedler zeigte ihnen von dem erhöhten Punkt aus bei Glanze der untergehenden Sonne die neue Heimat.
Mit Tränen in den Augen blickten die Ankömmlinge hinab in das herrliche Stück Land. Der Abendstern stand hoch am Himmel, und in den Fluten des Teiches zog ein Schwan ruhig und stolz dahin. Da mahnte der Führer zum Aufbruch ins Tal und sagte: "Ein weißer Schwan in blauem Felde und darüber der goldene Abendstern: Das soll künftig unser Wahrzeichen sein!" Von da ab ist bis zum heutigen Tage das Wappen von Braunau ein weißer Schwan auf blauem Grunde und darüber der goldene Stern.


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